Elbegebiet: Messprogramm Extremereignisse

Das Messprogramm für hydrologische Extremereignisse an der Elbe

Messstellen / Ersatzmessstellen und Referenzpegel des Messprogramms Extremereignisse
Abb. 1: Karte der Messstellen / Ersatzmessstellen und Referenzpegel des Messprogramms Extremereignisse an der Elbe

Für das Elbegebiet unterhalb der deutsch-tschechischen Grenze wurde ein Messprogramm für hydrologische Extremereignisse (Hochwasser / Niedrigwasser) konzipiert. Die Wasserbeschaffenheit wird dabei im Kontext der auslösenden Umstände (Dauerregen / Starkregen, Schneeschmelze, Dürre) betrachtet und eine Typisierung der Extremereignisse nach hydrometeorologischer und regionaler Entstehung vorgenommen.
Die Untersuchungsintensität (Probenahmeorte, Probenahmefrequenz, Kennwertumfang) wird bei Hochwasser nach Ereignistyp und der hydrologischen Phase (ansteigende Welle, Scheitel, ...) differenziert. Im Anstieg einer Hochwasserwelle wird täglich beprobt, nach Erreichen des Scheitels verringert sich die Probenahmefrequenz. Bei ausgeprägten Niedrigwasserphasen erfolgt eine 14-tägliche Beprobung.
Es werden Wasser- und (im Hochwasserfall) Schwebstoffproben an bis zu 10 Hauptmessstellen bzw. für den Hochwasserfall benannten Ersatzmesstellen an der Elbe und ihren größten Nebenflüssen (siehe Karte) durch die zuständigen Behörden und weitere Forschungsinstitute untersucht. Dabei werden zahlreiche Kenngrößen im Labor bestimmt, z. B. zur Charakterisierung der Nährstoffverhältnisse, der Belastung mit Schwermetallen oder organischen Schadstoffen sowie zur bakteriologischen Situation. Das Messprogramm für hydrologische Extremereignisse an der Elbe ist Bestandteil des Koordinierten Elbemessprogramms (KEMP) der Flussgebietsgemeinschaft Elbe (FGG Elbe) und ermöglicht ein schnelles abgestimmtes Vorgehen zur Erfassung der stofflichen und hygienischen Belastung bei Hochwasser oder Niedrigwasser.

Elbeniedrigwasser September 2016 - Ergebnisse

Am 5. September 2016 wurde nach Unterschreitung der Auslöseschwellen an den Elbe-Referenzpegeln Barby und Schöna das Messprogramm Extremereignisse gestartet. Nach einer weiteren Probenahme am 19. September 2016 wurde das Messprogramm beendet. Die Messergebnisse sind hier zusammengestellt.

Elbeniedrigwasser Sommer / Herbst 2015 - Ergebnisse

Am 20. Juli 2015 wurde nach Unterschreitung der Auslöseschwellen an den Elbe-Referenzpegeln das Messprogramm Extremereignisse gestartet. In 14-tägigem Abstand sind bis zum 19.10.2015 (Ende des Messprogramms) weitere Niedrigwasser-Probenahmen erfolgt. Eine Zusammenstellung der Messergebnisse finden Sie hier. Eine Auswertung erfolgte im FGG-Elbe-Fachbericht "Wasserbeschaffenheit und Schadstofftransport beim extremen Niedrigwasser der Elbe von Juli bis Oktober 2015" .

Elbehochwasser Juni 2013 - Ergebnisse

Am 3. Juni 2013 wurde nach Überschreitung der Auslöseschwellen an den Pegeln Schöna (Elbe), Halle-Trotha (Saale) und Bad Düben (Mulde) das Messprogramm Extremereignisse gestartet. Proben wurden bis Anfang Juli 2013 entnommen. Die Messergebnisse sind hier zusammengestellt. Eine Auswertung erfolgte im FGG-Elbe-Fachbericht "Das Messprogramm Extremereignisse beim Junihochwasser der Elbe 2013 - Schadstoffkonzentrationen und -frachten" .


Detailinformationen der Messprogrammpartner