Gütemessstellen im Rheingebiet: Bad Honnef, Rhein
- Gewässer: Rhein
- Messstellennummer: NW01 (LAWA)
- Lage am Gewässer: rechts, 30 m vom Ufer
- Flusskilometer: 640,0
- Rechtswert / Hochwert: 2586040 / 5611200
- Einzugsgebietsgröße: 140756 km²
- Bezugspegel: Bonn, Rhein
- Beobachtungsbeginn: 1972 (1966) (siehe Messstationshistorie)
- Betreiber: Landesamt für Natur, Umwelt und Klima Nordrhein-Westfalen (LANUK)
- ▶ Messstelleninformationen / Messdaten direkt beim Betreiber
aktuelle Wassertemperatur
ungeprüfte Daten, © LANUK
aktueller Sauerstoffgehalt
ungeprüfte Daten, © LANUK
aktueller pH-Wert
ungeprüfte Daten, © LANUK
aktuelle elektr. Leitfähigkeit
ungeprüfte Daten, © LANUK
aktuelle Durchflusswerte [m³/s]
ungeprüfte Daten, © WSV
Daten der Vorjahre / ältere Daten
Daten der Wasserbeschaffenheit aus den Vorjahren finden sich in den Zahlentafeln der DK- / FGG Rhein (digital ab 1976).
Historie der Messstation Bad Honnef
Die Wasserkontrollstation Rhein-Süd (Bad Honnef) wurde nach einer längeren, 1966 begonnenen Standortauswahl im Jahr 1971 auf dem Gelände des Wasserwerks Bad Honnef errichtet. Der Probebetrieb begann im November 1972. Das Rheinwasser wurde ursprünglich durch zwei Entnahmebauwerke gefördert, die in unterschiedlicher Tiefe unter Mittelwasser angeordnet waren. Inzwischen gibt es einen Messponton (Messfloß), von dem aus die Wasserentnahme erfolgt. Das Pumpenhaus liegt hochwasserfrei an der Uferböschung, die Messstation befindet sich direkt neben dem Wasserwerk. Bis zur Messstation muss das Rheinwasser über eine Entfernung von ca. 100 m gepumpt werden. Die Messstation Bad Honnef wurde bereits bei ihrer Errichtung mit einem automatischen Probenehmer sowie Messsonden zur kontinuierlichen Überwachung der Wasserbeschaffenheit (Wassertemperatur, Sauerstoffgehalt, pH-Wert, elektrische Leitfähigkeit und Trübung) sowie der Radioaktivität ausgestattet. Ehemals gab es auch ein Fischtestbecken.
Nach abgestimmten, einheitlichen Vorgaben der Arbeitsgemeinschaft der Länder zur Reinhaltung des Rheins wurden bereits ab Mai 1966 im 4- bis 6-Wochen-Rhythmus Wasserproben an der Messtelle Bad Honnef (Rheinkilometer 645,0) entnommen und analysiert.
Die Messstation Bad Honnef gehört zum Netz der Überwachungsstationen entlang des Rheins, die Unfälle, Betriebsstörungen und erhöhte Konzentrationen von (Schad-)Stoffen gemäß des internationalen Warn- und Alarmplans der IKSR melden. Zusätzlich erfolgen tägliche Untersuchungen nach unbekannten organischen Stoffen (Non-target Screening).
Quellen:
Landesanstalt für Gewässerkunde und Gewässerschutz Nordrhein-Westfalen (1972): Untersuchungseinrichtungen der Landesanstalt für Gewässerkunde und Gewässerschutz Nordrhein-Westfalen. Schriftenreihe, Heft 31, Krefeld.
Witt, M. (1973): Die Meßstation "Rhein-Süd" in Bad Honnef. Wasser und Boden, 5/1973, S. 125-127.
Arbeitsgemeinschaft der Länder zur Reinhaltung des Rheins (ca. 1974): Die Verunreinigung des Rheins und seiner wichtigen Nebenflüsse in der Bundesrepublik Deutschland. Ergänzungsheft "Meßdaten" zum Zwischenbericht der Arbeitsgemeinschaft der Länder zur Reinhaltung des Rheins (Stand 1971). Untersuchungsergebnisse 1962 - 1972.