Gütemessstellen im Rheingebiet: Internationale Messstation Bimmen-Lobith, Rhein
Messtellen: Kleve-Bimmen (siehe Stammdaten) und Lobith, NL
- Gewässer: Rhein
- Messstellennummer: NW02 (LAWA)
- Lage am Gewässer: links
- Flusskilometer: 865,0
- Rechtswert / Hochwert: 2504660 / 5747330
- Einzugsgebietsgröße: 159554 km²
- Bezugspegel: Rees, Rhein
- Beobachtungsbeginn: 1970 (1966) (siehe Messstationshistorie)
- Betreiber: Kleve-Bimmen: Landesamt für Natur, Umwelt und Klima Nordrhein-Westfalen (LANUK) /
Lobith: Rijkswaterstaat (RWS) - ▶ Messstelleninformationen / Messdaten direkt beim Betreiber: LANUK / Rijkswaterstaat
aktuelle Wassertemperatur
ungeprüfte Daten, © LANUK
aktueller Sauerstoffgehalt
ungeprüfte Daten, © LANUK
aktueller pH-Wert
ungeprüfte Daten, © LANUK
aktuelle elektr. Leitfähigkeit
ungeprüfte Daten, © LANUK
aktuelle Durchflusswerte [m³/s]
ungeprüfte Daten, © WSV
Daten der Vorjahre / ältere Daten
Daten der Wasserbeschaffenheit aus den Vorjahren finden sich in den Zahlentafeln der IKSR (digital ab 1978) sowie in den Zahlentafeln der DK- / FGG Rhein (Messstelle Kleve-Bimmen, digital ab 1976).
Historie der Messstation Kleve-Bimmen
Mit dem Bau der Wasserkontrollstation Rhein-Nord (Kleve-Bimmen) wurde 1968 begonnen. Sie wurde am 20.5.1970 offiziell in Betrieb genommen. Das zweigeschossige Stations- und Laborgebäude liegt hochwasserfrei auf dem linken Rheinufer hinter dem Rheindeich. Die ursprüngliche Wasserentnahme war aus drei verschiedenen Wassertiefen über Entnahmerohre möglich. Am untersten Rohr wurden an Ort und Stelle Wassertemperatur, Sauerstoffgehalt und Wasserstand gemessen. Inzwischen erfolgt die Wasserentnahme von einem begehbaren Ponton. Bis zur Messstation muss das Rheinwasser über ca. 200 m gepumpt werden. Die Station wurde bereits bei ihrer Errichtung mit automatischen Probenehmern sowie Messsonden zur kontinuierlichen Überwachung der Wasserbeschaffenheit (Wassertemperatur, Sauerstoffgehalt, pH-Wert, elektrische Leitfähigkeit und Trübung) ausgestattet, weiterhin gab es einen radiologischen Messraum und ein Fischtestbecken.
1974 wurde in Lobith (NL), 1,7 km stromauf am rechten Rheinufer, eine schwimmende Messstation eingerichtet, die von der niederländischen Wasserbehörde Rijkswaterstaat betrieben wird.
Nach abgestimmten, einheitlichen Vorgaben der Arbeitsgemeinschaft der Länder zur Reinhaltung des Rheins wurden bereits ab April 1966 im 4- bis 6-Wochen-Rhythmus Wasserproben an der Messtelle Bimmen (Rheinkilometer 865,0) entnommen und analysiert.
Im Jahr 2001 wurde ein Verwaltungsabkommen zwischen den Niederlanden und dem Land Nordrhein-Westfalen über die gemeinsame Überwachung des Rheins an der Kontrollstelle Bimmem-Lobith unterzeichnet. Seitdem werden die Messstationen / Labore in Lobith und Kleve-Bimmen gemeinsam als internationale Messstation betrieben.
Die internationale Messstation Bimmen-Lobith gehört zum Netz der Überwachungsstationen entlang des Rheins, die Unfälle, Betriebsstörungen und erhöhte Konzentrationen von (Schad-)Stoffen gemäß des internationalen Warn- und Alarmplans der IKSR melden. Für das Rheinmessprogramm Chemie erfolgen Wasserprobenahmen, Schwebstoffgewinnung mit der Durchflusszentrifuge und kontinuierliche Messungen mit Sonden.
Quellen:
Landesanstalt für Gewässerkunde und Gewässerschutz Nordrhein-Westfalen (1972): Untersuchungseinrichtungen der Landesanstalt für Gewässerkunde und Gewässerschutz Nordrhein-Westfalen. Schriftenreihe, Heft 31, Krefeld.
Arbeitsgemeinschaft der Länder zur Reinhaltung des Rheins (ca. 1974): Die Verunreinigung des Rheins und seiner wichtigen Nebenflüsse in der Bundesrepublik Deutschland. Ergänzungsheft "Meßdaten" zum Zwischenbericht der Arbeitsgemeinschaft der Länder zur Reinhaltung des Rheins (Stand 1971). Untersuchungsergebnisse 1962 - 1972.
Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen (2019): Pressemitteilung: Wasser kennt keine Grenzen - Vereinbarung mit den Niederlanden zur gemeinsamen Überwachung des Rheins in Bimmen-Lobith verlängert